Evolution im Doppelstrom der Zeit - die Erweiterung der naturwissenschaftlichen Entwicklungslehre durch die Selbstanschauung des Erkennens

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier 

 

Die Evolution des Lebens wird heute in weiten Kreisen immer noch materialistisch als Zufall oder kreationistisch als Schöpfung gedeutet. Dieses Buch zeigt einen anderen Weg: Evolution kann aus sich selbst verständlich werden, wenn man sie aktiv-phänomenologisch im Sinne Goethes nachvollzieht und sich dann darüber klar wird, was man dabei tut. Der Autor zeigt, dass das evolutionäre Denken aus dem Erleben des eigenen, lebendigen Leibes abstrahiert ist. Die treibenden Kräfte der Evolution, die diesen Leib hervorgebracht haben, werden auf diese Weise direkt beobachtbar. Sie sind in jedem evolutionären Denken vorausgesetzt, aber meist nicht reflektiert. Durch das Bemerken dieser impliziten Voraussetzungen erschließt sich Erfahrungsfeld, das Einblicke in die geistigen Aspekte der Evolution ermöglicht – von den Gründen der Höherentwicklung über die Gestaltfrage bis hin zur Bedeutung der Genetik und Molekularbiologie. Eine bewusstseinsphänomenologisch begründete Auffassung der Zeit ermöglicht auch eine neue Perspektive auf die Frage nach der Zielgerichtetheit der Evolution. Biologische Entwicklung vollzieht sich in einem zeitlichen Doppelstrom, in dem Fortpflanzung und Wachstum aus der Vergangenheit fließen, während sich differenzierende Gestaltungen aus der Zukunft verwirklichen. Die Stammesgeschichte der Tiere erscheint so als ein Organismus höherer Ordnung, dessen Prinzip und physisches Ziel im Menschen liegt. – Durch die ausführliche Darstellung des Erkenntnisprozesses anhand von seelischer Beobachtung kann der Text auch als eine Einführung in die Grundlagen der Anthroposophie gelesen werden. - Jetzt bestellen.

 

Das Buch hat eine Serie teils heftiger, jedoch überwiegend wohlwollender Reaktionen mit anschließenden Diskussionen ausgelöst. In einem tieferen Sinne ging es um die Frage, ob die biologische Evolution aus anthroposophischer Sicht als ein zielgerichteter Prozess verstanden werden kann, der zum Menschen führte, oder ob sie «offen» war, so dass der Mensch auch ebenso gut hätte nicht erscheinen können.

 

Die einzelnen Beiträge dieser Diskussion finden Sie hier:

a)     Hans-Christian Zehnter: Evolution im Weltinnenraum. In: Das Goetheanum 4/2013, S. 7-9

b)     Claudia Törpel: Evolution im Doppelstrom der Zeit. Rezension. In: Der Europäer 5/2013, S. 24-25

c)      Wolfgang Schad: Eine ’Erweiterung der naturwissenschaftlichen Entwicklungslehre’? Zu Christoph Huecks Buch ’Evolution im Doppelstrom der Zeit’. In: Die Drei 5/2013, S. 63-67

d)     Stephan Stockmar: Eine spiritualistische Variante der ’Synthetischen Theorie der Evolution’. In: Die Drei 5/2013, S. 67-70

e)      Michael Kalisch: Naiver Realismus? Zu den Rezensionen von Christoph Huecks Buch ’Evolution im Doppelstrom der Zeit’ in Die Drei 5/2013. In: Die Drei 6/13, S. 75-78

f)      Michael Kalisch: Das Evolutionsdenken im Diskurs. In: Gegenwart 2/2013, S. 43-48 und 3/2013, S. 53-56

g)      Johannes Schneider: Anthroposophie ernst genommen. Zu Christoph Huecks Buch ’Evolution im Doppelstrom der Zeit’. In: Die Drei 6/2013, S. 79-80

h)     Wolfgang Schad: Verstehen wir das Leben in Entwicklung? In: Jahrbuch für Goetheanismus 2013, S. 187-207

i)      Dankmar Bosse: Neue Aspekte zum Zeitverständnis der Evolution. Rezension. In: Der Merkurstab 1/2014, S. 70-71

j)       Martin Basfeld: Problematische Übertragung. Eine Anmerkung zum Buch ’Evolution im Doppelstrom der Zeit’ von Christoph Hueck. In: Die Drei 11/2013, S. 78-82

k)     Christoph Hueck: Der Wille als Schlüssel zum Geheimnis des Lebens. In: Die Drei 1/2014, S. 79-81

l)      Klaus J. Bracker: Die zwei Zeitströme. Versuch einer Antwort auf Martin Basfeld. In: Die Drei 2/2014, S. 72-75

m)    Troy Vine: Goetheanismus oder Anthroposophie. In: Das Goetheanum 17-18/2014, S. 16-17

n)     Christoph Hueck: Goetheanismus und Anthroposophie. In: Das Goetheanum Mai/2014, S. ...  

o)      Eva-Maria Begeer-Klare: Aristoteles und das Zeitkreuz. In: Die Drei 5/2014, S. 73-76

p)     Christoph Hueck: Aristoteles vier Ursachen und das Verständnis von Entwicklung. Antwort auf Eva-Maria Begeer-Klare. In: Die Drei 6/2014, S. 76-78

q)     Eva-Maria Begeer-Klare: Ursache und Ziel der Evolution. Der Doppelstrom der Zeit und die causa finalis des Aristoteles. In: Die Drei 9/2014, S. 72-74

r)      Trond Skaftnesmo: En helhetlig evolusjonslære. In: Libra 2014